American Saddlebred Horse

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Eine der auffälligsten Pferderassen der Welt.

Wer seine Leidenschaft für Pferde mit dem Hauch des Besonderen versehen will, wird am American Saddlebred nicht vorbeikommen. Diese Luxusrasse amerikanischer Zucht präsentiert sich unvergleichlich selbstbewußt in einer extremen Aufrichtung  und macht dadurch sowohl vor dem Wagen als auch unter dem Sattel auf den Betrachter einen imposanten Eindruck.
Man sagt, keine Rasse läßt den Reiter im Sattel mehr als Herren, die Reiterin mehr als Dame erscheinen als der Saddler.

Geschichtliches:
Seinen Ursprung nahm diese extrem edle Pferderasse, damals noch "American Horse" genannt, als nach den Sezessionskriegen in den ehemaligen Kolonien des Südostens, ein wohlhabendes Bürgertum entstand, das ein elegantes Reit- und Wagenpferd suchte. Wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit seinem Eifer seiner Stärke und Ausdauer, gepaart mit angenehmem Temperament, wurde diese Pferderasse sehr schnell populär.

Als Ausgangsrassen gelten der "Naragansett Pacer" und die frühen englischen Vollblüter. Aus frühen Importen aus töltveranlagter Pferde aus Schottland entwickelte sich um die Naragansett Bucht auf Rhode Island eine Pferderasse, die sich dank ihrer besonderen Gangart rasch an der Ostküste ausbreitete und über die West Indies auch nach Mittelamerika gelangt ist, wo sie beim Entstehen des Paso Finos Pate gestanden haben soll. Der Naragansett Pacer hatte einen züchterischen Schwerpunkt in Virginia, wo durch Einkreuzen mit englischem Vollblut das Pferd entstand, das als erste amerikanische Rasse schnell über alle Oststaaten Verbreitung fand. Schon in den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts wurde es bei Schauen in Virginia, Kentucky und Missouri gerichtet und bestach vielfach wegen seiner auffälligen Schönheit, seinem Stil, aber auch wegen seiner angenehmen Gebrauchseigenschaften.

Für den erfolgreichen Kaufmann oder Plantagenbesitzer der damaligen Zeit erfüllte das "American Saddlebred" wie es nun genannt wurde, zweierlei wichtige Ansprüche: einerseits unterstrich seine auffällige Schönheit und seine noble Haltung das Selbstwertgefühl seines Besitzers und andererseits bot es im Sattel einen unvergleichlichen Sitzkomfort. Bei Inspektionsritten über die ausgedehnten Ländereien oder bei weiten Exkursionen zur Pflege von Handels- oder gesellschaftlichen Kontakten, war eine leichte, bequeme Gangmanier (gate - Tölt) gefragt.

Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges war diese Rasse das populärste Reitpferd in Amerika. Im Dienste der Kavallerie auf beiden Seiten in großer Zahl eingesetzt, bewies es unglaubliche Ausdauer und Verläßlichkeit auf langen Märschen und im Gefecht. Züchterisch behielt es seinen Schwerpunkt in Kentucky, wo am 8.April 1891 in Lousville die National Saddler Horse Breeders Association gründet wurde.

Was macht das echte American Saddlebred aus?
Schon von alters her hat ein besonderer Typ Pferd die Menschen in seinen Bann geschlagen: das stolz aufgerichtete, sich mit hoher Aktion bewegende und mit geweiteten Nüstern interessiert zeigende Pferd. Das American Saddlebred verkörpert diesen Typ neben dem Vollblutaraber am besten. In der Größe variiert es zwischen 1,53 m und 1,70 m. Es kommen alle Farben auch Schecken und Palomino (Isabell) vor, wobei die Fuchsfarbe in allen Schattierungen am häufigsten ist.
Ein feiner trockener Kopf mit großem wachen Auge und feinen geschwungenen Ohren, auf einem langen sehr fein angesetzten und sehr hoch aufgesetzten Hals. Der Körper ist wohlproportioniert mit gerader Rückenlinie und Kruppe und gutem Widerrist. Lange elastische Fesseln gut und lange bemuskelte Vor- und Hinterhand und hochgetragener Schweif zeichnen das wohlbalancierte Gebäude des Saddlers aus.

Was wäre das auffällige Exterieur des American Saddlebred ohne sein aufmerksames waches Wesen, das durch einen hohen Intelligenzgrad, Mut und Vertrauen gekennzeichnet ist. Kontaktfreudigkeit zum Menschen lernbegierige Munterkeit sind Eigenschaften, die ein bewunderswertes Selbstbewustsein schaffen und zu einer Ausstrahlung beitragen, die man zurecht Charisma nennt.

Die Bewegungen:
Das American Saddlbred besitzt neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp auch noch die Veranlagung zum Tölt. Eine Schrittfolge die langsam im sogenannten Gait und schnell im Rack gezeigt wird. Im Showring werden die Gangarten vom "Three gaited Horse" - Schritt, Trab - mit hoher Aktion - und Galopp und im "Five Gaited Horse" Schritt, Trab, Galopp, Gait langsamer Tölt und Rack Renn Tölt mit hoher Aktion und starker Versammlung durch das Genick gezeigt und bewertet.

Die Veranlagung zu hohen Trabaktionen machen den Saddler auch zu einem höchst eleganten Fahrpferd.
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